Terrassenüberdachung: Was muss man beachten?

Wer das ganze Jahr seine Terrasse unabhängig von der Witterung nutzen möchte, benötigt in unseren Breitengraden dafür eine Überdachung. Sie bietet in der Regel ausreichend Schutz vor Regen und Wind. Im Sommer sorgt sie darüber hinaus dafür, dass auch bei starker Sonneneinstrahlung ein schattiges Plätzchen zur Verfügung steht. Doch wer sich dazu entschließt, auf der eigenen Terrasse eine Überdachung zu errichten, sieht sich zumeist mit einer Fülle an unterschiedlichen Fragen konfrontiert. Die Antworten darauf gibt es hier.

Terrasse überdacht
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1. Welche Materialien eignen sich für die Terrassenüberdachung?

Für die Grundkonstruktion kommen vor allem Holz und Aluminium in Frage. Auf welches Material dabei die Entscheidung fällt, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Primär geht es dabei um den eigenen Geschmack.

Darüber hinaus ist dabei aber auch zu berücksichtigen, welches Material in weiterer Folge für die Eindeckung gewählt wird. Handelt es sich dabei um Glas, ist Alu wesentlich praktischer als Holz. Die statischen Eigenschaften des Gerüsts müssen jedenfalls zur Abdeckung passen. Bei der Verwendung von Plexiglas muss die Konstruktion wesentlich weniger Gewicht aushalten als bei Glas.

Für das Dach gibt es beim Material eine große Auswahl. Die Möglichkeiten reichen von Glas und Plexiglas über witterungsbeständige Kunststoffe bis zu Holz und „klassischen“ Dachschindeln.

Beitrag: Terrassenüberdachung – Möglichkeiten

Arten von Terrassenüberdachungen und ihre Vor- und Nachteile

Vor ein paar Jahren noch galt die Markise als Terrassenüberdachung als das Nonplusultra. Doch inzwischen entscheiden sich immer mehr Terrassenbesitzer für eine dauerhafte Überdachung. Doch es gibt natürlich verschiedene Arten der Terrassenüberdachung. Und dass dabei alle ihre Vor- und Nachteile haben, ist kaum von der Hand zu weisen.

Dieser Artikel stellt die verschiedenen Arten der Terrassenüberdachung vor und verrät auch die jeweiligen Vor- und Nachteile. Terrassenüberdachung aus ... ► aus Aluminium ► aus Holz ► aus Kunststoff ► aus Glas ► aus Bitumen

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2. Was kostet eine Terrassenüberdachung?

Die Kosten für die Terrassenüberdachung sind vor allem von der Größe, der Bauweise und vom Material abhängig.

Bausätze für kleine Überdachungen aus Aluminium mit einer Eindeckung aus Polycarbonat sind bereits ab etwa 1.000 Euro erhältlich. Bei Eindeckungen mit Glas liegen die Kosten bei etwa 2.000 Euro. Einfache Holzüberdachungen mit Kunststoffdach gibt es bereits für etwa 500 Euro zu kaufen. Dabei handelt es sich jedoch nur um die Einstiegspreise.

Für hochwertige Terrassenüberdachungen liegen die Preise oftmals auch im Bereich von etwa 5.000 bis 10.000 Euro. Hier lohnt es sich, die Angebote der einzelnen Anbieter zu vergleichen, da die Preis-Unterschiede oftmals sehr groß sind.

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3. Wie hoch und wie tief sollte die Terrassenüberdachung gebaut werden?

In erster Linie hängt die Größe der Terrassenüberdachung von den Dimensionen der eigenen Terrasse ab. Darüber hinaus gilt es zu überlegen, ob es sich um eine Teil- oder Vollüberdachung der Terrasse handeln soll. Eine Teilüberdachung bietet den Vorteil, dass dadurch auch noch ein Sonnenbad auf der Terrasse möglich ist.

Zum guten Schutz vor der Witterung und vor der Sonne sollte die Überdachung etwas größer sein als die Terrasse selbst. Bei Standardterrassen ist dabei zumeist eine Länge von etwa vier bis fünf Metern und eine Breite von rund drei bis vier Metern ausreichend.

Die Höhe sollte mindestens 2,50 Meter betragen. Holzüberdachungen drücken optisch ein wenig, deshalb sind hier zumindest 2,70 Meter empfehlenswert.

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4. Wie viel Gefälle sollte die Überdachung haben?

Wer sich einen fertigen Bausatz für seine Terrassenüberdachung kauft, braucht sich um das Thema Gefälle keine Gedanken machen, denn hier haben die Produktdesigner diesen Job bereits erledigt.

Im Allgemeinen gilt: Je steiler das Dach ist, desto schneller läuft auch der Regen ab. Bei Terrassenüberdachungen raten Experten vor allzu steilen Gefällen jedoch ab.

Bei flach geneigten Überdachungen sind Neigungen zwischen 3 und 20 Grad optimal. Je niederschlagsreicher und schneeintensiver die Region ist, in der die Terrassenüberdachung errichtet werden soll, desto höher sollte auch das Gefälle sein. In der Regel sind 15 Grad dafür ausreichend, dass auch große Schneelasten die Überdachung nicht zum Einsturz bringen können.

Die Dachneigung muss schon im Vorfeld in die Höhenplanung einbezogen werden. Bei einer Dachneigung von 10 Zentimetern und einer gewünschten Höhe von 2,50 Meter muss das hintere Maß demnach bei 2,60 Metern liegen.

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5. Wie viele Pfosten sollten gesetzt werden?

Die Pfosten sind die tragenden Bauteile von Terrassenüberdachungen. Sie ermöglichen den sicheren Aufenthalt auf der Terrasse bei jedem Wind und Wetter. Wer eine Terrassenüberdachung selbst konstruiert, sollte deshalb auch ganz genau einkalkulieren, wie viele Pfosten er für die erforderliche Stabilität benötigt.

Wie viele Pfosten genau erforderlich sind, ist von unterschiedlichen Einflussfaktoren abhängig. Dazu gehören vor allem das Material, die Größe sowie das Gewicht der Dacheindeckung. Darüber hinaus spielt es eine wichtige Rolle, ob es sich dabei um einen freistehenden Bau oder einen Wandanbau handelt.

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6. Wer baut eine Terrassenüberdachung auf?

Beim Bau der Terrassenüberdachung gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder einen Fachmann beauftragen oder selbst Hand anlegen. Letzteres ist wirklich nur dann empfehlenswert, wenn es sich entweder um sehr einfach zu errichtende Fertigbausätze handelt oder bereits einiges an handwerklicher Erfahrung und entsprechendem Geschick vorhanden ist.

Am Markt gibt es zahlreiche Anbieter, die sich auf den Aufbau von Terrassenüberdachungen spezialisiert haben. Im Internet existieren Vergleichstests auf unabhängigen Plattformen, bei der die Qualität der Konstruktionen auf Herz und Nieren geprüft wird. Im Spitzenfeld finden sich dabei sehr oft die Produkte der Anbieter Solundo, Rexin sowie Solarlux.

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7. Wie groß darf die Terrassenüberdachung ohne Genehmigung sein?

Ob eine Überdachung ohne Genehmigung errichtet werden kann, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Es gibt hier keine deutschlandweite einheitliche Regelung. Ausschlaggebend ist dabei immer der sogenannte „Räumliche Freibetrag“ im jeweiligen Bundesland. Deshalb ist es sinnvoll, sich vor Baubeginn immer mit dem zuständigen Bauamt in Verbindung zu setzen.

Im Bundesland NRW sind beispielsweise Terrassenüberdachungen mit einer Fläche von maximal 30 Quadratmetern und einer Tiefe von maximal 4,50 Metern genehmigungsfrei. In Bayern müssen Terrassenüberdachungen bis zu einer Fläche von 30 Quadratmetern und einer Tiefe von drei Metern nicht genehmigt werden.

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8. Wie weit vom Nachbarn muss die Terrassenüberdachung entfernt sein?

Selbst, wenn eine Terrassenüberdachung ohne Genehmigung gebaut werden darf, gibt es dennoch Verordnungen, die dabei berücksichtigt werden müssen. Dazu zählen beispielsweise die Brandschutzvorschriften. Für das Dach dürfen dabei nur Materialen verwendet werden, die strahlende Wärme und Flugfeuer aushalten.

Auch die Entfernung zum Nachbargrundstück spielt bei der Terrassenüberdachung eine wichtige Rolle. Die Vorschriften der Bundesländer sind auch in diesem Fall nicht ganz einheitlich. Zumeist liegt der erforderliche Mindestabstand jedoch bei drei Metern.

Ist das baulich nicht möglich, so kann mit dem Einverständnis des Nachbarn trotzdem gebaut werden. Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollte dafür eine schriftliche Vereinbarung aufgesetzt werden. Grundsätzlich sollte die Überdachung so geplant werden, dass sie den Nachbarn nicht stört. Das betrifft insbesondere das Sonnenlicht und die Belüftung.

Bei einer Doppelhaushälfte bietet es sich an, die Terrassenüberdachung gemeinsam mit dem Nachbarn zu errichten. Dadurch können nicht nur Kosten gespart werden, sondern durch das einheitliche Design wirkt die Überdachung auch wesentlich ästhetischer.

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9. Welche Alternativen gibt es zur Terrassenüberdachung?

Wer keine Möglichkeit hat, seine Terrasse zu überdachen, kann stattdessen auch eine Markise oder ein Sonnensegel anbringen. Das ist in der Regel genehmigungsfrei und sorgt ebenfalls für ein gemütliches Schattenplätzchen an heißen Sommertagen.

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10. Ergänzungen und Fragen von Lesern

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